Die Sache mit den Werten

Was sind unsere Werte? Leben wir danach und treten wir für sie ein?

Die Flüchtlingskrise hat eine neue Wertedebatte ausgelöst. Ein wenig fühlt man sich zurückversetzt, das hatten wir gerade erst. Schon um die Jahrtausendwende wurde ja von Bassam Tibi – um den es mittlerweile sehr still geworden ist – in Deutschland die Diskussion rund um die „Leitkultur“ angestoßen. Er identifizierte damals Demokratie, Laizismus, Aufklärung, Menschenrechte und die Rolle der Zivilgesellschaft als ihre Hauptmerkmale. Jetzt werden auch über das ASM Wertekurse abgehalten, mit einem Fokus auf Gleichberechtigung und Religionsfreiheit.

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Der Flüchtlingsbegriff: Wenn alle aneinander vorbereiden

Die Flüchtlingskrise wird uns auf unbestimmte Zeit beschäftigen. Was, auch wenn viele das Thema bereits nervt, in der Natur der Sache liegt. Schließlich werden dabei essentielle, emotionale Fragen berührt: Demographische Veränderung, Rückbau des Sozialstaats, Integration, die Sorge vor Islamisierung, Destabilisierung, ja sogar vor Unruhen und Konflikten. Umso drängender die Notwendigkeit, ein wenig Klarheit zu schaffen (oder es zumindest zu versuchen). Oft genug reden die Menschen schlichtweg aneinander vorbei.
Das zeigt sich bereits beim Begriff des Flüchtlings, der – so scheint es jedenfalls – seine als zu negativ behaftet angesehenen Vorgänger wie „Asylant“ oder „Asylwerber“ (Österreich)/Asylbewerber (Deutschland) oft abgelöst hat.