Neue Podcastfolge zum Bergkarabach-Konflikt

Der Konflikt zwischen Armenien und Aserbaidschan rund um die umstrittene Region Bergkarabach hat neben (geo-)politischen auch völkerrechtliche Hintergründe: Das Gebiet gehört zwar zu Aserbaidschan, darf aber dennoch nicht ohne weiteres militärisch zurückerobert werden. Warum, habe ich in meiner aktuellen Folge von Recht politisch erläutert. Außerdem habe ich für das International Institute for Peace einen Blogbeitrag dazu verfasst.

Oh what a day

Was für ein Tag:
– Allgemeine Debatte bei der UN-Generalversammlung. Die Rednerliste hat es in sich, erst Bolsonaro (Brasilien beginnt immer), dann Trump (die USA sind immer zweiter), al Sisi und Erdogan. Was für ein Beginn.
– Britisches Höchstgericht entscheidet, dass Boris Johnsons Aussetung des Parlaments rechtswidrig war. Inklusive Leckerbissen für Verfassungsjuristen: „Although the United Kingdom does not have a single document entitled “The Constitution”, it nevertheless possesses a Constitution, established over the course of our history by common law, statutes, conventions and practice. Since it has not been codified, it has developed pragmatically, and remains sufficiently flexible to be capable of further development.“
EuGH-Urteil zu Google, dass das „Recht auf Vergessenwerden“ außerhalb der EU nicht gilt (extraterritorial application und so).
– irgendwas vergessen?

Wenn Trump Grönland kaufen will

Man mag von Donald Trump halten, was man will, aber er gibt ständig Anlässe für Völkerrechts-Erzählungen. Zum Beispiel, wenn er – wie jetzt – Dänemark Grönland abkaufen möchte. Eine solche Zession wäre heute ein unüblicher Vorgang. In der Vergangenheit haben die USA aber öfters größere Gebiete von anderen Staaten gekauft, etwa 1803 Louisiana von Napoleon/Frankreich, 1867 Alaska von Russland, 1898 die Philippinen von Spanien (allerdings nach einem Krieg) und während des Ersten Weltkriegs die Virgin Islands von den Dänen. Heute würden diese Staaten das wohl nicht mehr machen.