40 Jahre Wiener UNO-City

Heute vor 40 Jahren wurde in Wien die UNO-City eröffnet. Ein paar kleine Geschichten dazu.

  • die symbolische Miete beträgt 1 Schilling bzw 0,07€. Laut Finanzministerium wird diese Summe von den Vereinten Nationen auch wirklich jedes Jahr brav überwiesen.
  • Bei der Ausschreibung gab es 288 Vorschläge aus aller Welt, den Auftrag bekam aber Johann Staber, ein unbekannter – und von einer Fachjury nur an vierter Stelle – gereihter Österreicher, „der als bisher stolzeste Leistung den Bau einer Provinzschule samt Kindergarten nennt.“ (der Spiegel 1971 dazu). Kreisky soll ein Machtwort gesprochen haben. Die Presse schrieb von einer „Schiebung zugunsten Österreichs, von österreichischen Politikern vorgenommen.“ Zumindest die Wiener dürfte das aber nicht stören, ich habe den Eindruck, dass sie das Gebäude mögen. Staber selbst starb übrigens verarmt, der UNO-City-Bau soll bei ihm einen regelrechten Größenwahn ausgelöst haben.
  • Die Baukosten hat Österreich übernommen (65% vom Bund, 35% Stadt Wien)
  • um einmal mehr einen bekannten Mythos anzusprechen: Die UNO-City steht auf österreichischem Staatsgebiet, sie ist – wie auch Botschaften oder Konsulate – NICHT extraterritorial. Sie ist aber dem Zugriff der österreichischen Behörden entzogen (für Näheres siehe das Amtssitzabkommen zwischen den Vereinten Nationen und Österreich, das auch einen Grundriss enthält).

Geschichten zu 40 Jahre Wiener UNO-City: Den Zuschlag bekam in Wiener Architekt, der davor nur Kindergärten gebaut hat, die Miete beträgt 1 Schilling und sie ist NICHT extraterritorial.

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