Beim gestrigen EU-Gipfel sorgte Angela Merkel zur Abwechslung einmal für nicht-unmittelbar flüchtlingsbezogene Schlagzeilen. Ging sie doch in der Pause mal eben zu einem Frittenstand. Die Fotos sprechen eine interessante Sprache: Da stand sie, die deutsche Kanzlerin und mächtigste Frau Europas, wie jeder andere Mensch auch, um sich für 3,70€ kulinarisch zu laben.
Autor: RJ
Der Flüchtlingsbegriff: Wenn alle aneinander vorbereiden
Die Flüchtlingskrise wird uns auf unbestimmte Zeit beschäftigen. Was, auch wenn viele das Thema bereits nervt, in der Natur der Sache liegt. Schließlich werden dabei essentielle, emotionale Fragen berührt: Demographische Veränderung, Rückbau des Sozialstaats, Integration, die Sorge vor Islamisierung, Destabilisierung, ja sogar vor Unruhen und Konflikten. Umso drängender die Notwendigkeit, ein wenig Klarheit zu schaffen (oder es zumindest zu versuchen). Oft genug reden die Menschen schlichtweg aneinander vorbei.
Das zeigt sich bereits beim Begriff des Flüchtlings, der – so scheint es jedenfalls – seine als zu negativ behaftet angesehenen Vorgänger wie „Asylant“ oder „Asylwerber“ (Österreich)/Asylbewerber (Deutschland) oft abgelöst hat.
Die Zeit, die bleibt
Zeit ist ein knappes Gut, sagt die Binsenweisheit; mit wem und womit man sie verbringt, will gut überlegt sein. Nur allzu verlockend das Versteck hinter der Phrase, keine Zeit zu haben, weil man sie irgendwie auch gar nicht haben möchte.
Europa: Ein Haus, das bleibt
Viel wird von Europa und damit von der EU geredet. Oft in Sorge. Davor, dass der „europäische Gedanke“ im Sterben liegen könnte, geopfert am Altar der Ängste und egoistischer, nationalstaatlicher Interessen. Gerade jetzt, so wird dem entgegengesetzt, müsse man jedoch „mehr Europa wagen“, ein Rückfall in die Zeit der Nationalstaaten sei verheerend. Allein, die Ansichten darüber, was Europa eigentlich ist, gehen auseinander.
Zum Tod von Trifon Iwanow: A walk down the memory lane
Trifon Iwanow ist heute im Alter von gerade einmal 50 Jahre verstorben. Der Bulgare mit dem charakteristischen Bartwuchs steht wie kaum ein anderer für den österreichischen Fußball der Mitt-1990er Jahre, genauer gesagt der damals höchst erfolgreichen Rapid-Mannschaft. Für viele eine prägende Zeit. Mehr als genug Anlass zum Sinnieren.
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