Die vom österreichischen Bundesinnenministerium gestern angekündigte Kampagne in Afghanistan hat – wie immer, wenn die Regierung irgendwelche Maßnahmen und Aktionen beschließt – eine Empörungswelle ausgelöst. Darunter befanden sich auch zahlreiche Memes und bearbeitete Fotos, in denen das Aussehen der Innenministerin in den Vordergrund gestellt wurde. So diene Mikl-Leitners Gesicht als beste Abschreckung für potentielle Flüchtlinge beziehungsweise solle man dieses plakatieren, um Österreich für diese unattraktiv zu machen. Wie auch man immer dazu steht :Das Abstellen auf Äußerlichkeiten hat in der Debatte nur wenig verloren.
Autor: RJ
Die Beharrlichkeit der Angela Merkel
Unter dem Schatten der Oskarverleihungen sorgt derzeit auch Angela Merkels gestriger Auftritt bei Anne Will für Gesprächsstoff. Eins muss man der Frau lassen: Ungeachtet, wie man zu ihrem Kurs steht, lässt sie sich nicht davon abbringen.
"Ja, aber xyz macht das auch" – von der Gesprächs(un)kultur und dem großen Relativieren
Unsere Gesprächskultur ist kaputt. Zumindest beziehungsweise insbesondere, wenn es um die ganz heiklen Themen unserer Zeit geht: Geschlechterdebatte, Flüchtlingskrise und Islam, um nur drei zu nennen.
Wer ist das Volk?
„Wir sind das Volk“ tönen die einen. „Das ist Pack“ so manch anderer. Gerade heute zeigt sich mehr denn je, dass Sammelbegriffe, vom großen „Wir“ bis hin zu „Volk“ oder „die Österreicher“ beziehungsweise „die Deutschen“ nicht mehr so recht greifen wollen.
Politik: Zeiten der Entfremdung?
Beim gestrigen EU-Gipfel sorgte Angela Merkel zur Abwechslung einmal für nicht-unmittelbar flüchtlingsbezogene Schlagzeilen. Ging sie doch in der Pause mal eben zu einem Frittenstand. Die Fotos sprechen eine interessante Sprache: Da stand sie, die deutsche Kanzlerin und mächtigste Frau Europas, wie jeder andere Mensch auch, um sich für 3,70€ kulinarisch zu laben.