WM und Völkerrecht – Tag 2

Uruguay gegen Ägypten und die Staatsdefinition, Marokko gegen Iran und die WTO, Portugal gegen Spanien und die Aufteilung der Welt.

Uruguay gegen Ägypten – jeder Politikinteressierte sollte die Montevideo-Konvention von 1933 kennen: Obwohl sie nie in Kraft getreten ist, beinhaltet sie die allgemein anerkannte Definition eines Staates: Er braucht ein Staatsgebiet, Staatsvolk, eine Staatsgewalt und die Fähigkeit, mit anderen Staaten in Beziehung zu treten. Bei letzterem Punkt lässt sich eine Assoziationsbrücke zu Ägypten bauen: Es war nämlich der erste arabische Staat, der Israel anerkannt hat (auf Grundlage des Friedensvertrags von 1979).

Marokko gegen den Iran. Marokko hat einen besonderen Bezug zur Welthandelsorganisation WTO, weil ihr Gründungsdokument in Marrakesh unterzeichnet wurde (am 15. April 1994; man spricht daher vom Marrakesch-Abkommen). Der Iran hat ist wiederum kein WTO-Mitglied. Zwar gibt es seit 2005 eine Arbeitsgruppe für einen Iran-Beitritt, sie hat sich aber noch nie getroffen. Die Sache wird also auf unabsehbare Zeit andauern.

Portugal und Spanien: Beide sind ja ehemalige Seemächte. Anlass genug für ein wenig Völkerrechtsgeschichte, nämlich den Vertrag von Tordesillas aus dem Jahr 1494. Darin haben Spanien und Portugal die halbe Welt gewissermaßen untereinander aufgeteilt. Die andere (damals bekannte) Hälfte folgte im Vertrag von Zaragoza 1529.

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